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Archive für 9.4.2008
Norddeutsche Dickschädel…
9.4.2008 von Uli.
Welch ein Urknall. Was hat das gebumst….
Was ist passiert?
Ich arbeite in einem kunststoffverarbeitenden Betrieb in der Spritzgiesserei. Grosse Spritzgussmaschinen fertigen Kunststoffteile aller Art.
Heute nachmittag wollte ich den Stecker einer Fräse aus der Steckdose einer Maschine ziehen. Die Maschinen stehen in Ölwannen, etwas schmierig ist es da fast immer. Also lege ich mir ein Stück Pappe hin, um nicht direkt auf den öligen Boden zu treten.
Kaum hat mein rechter Fuss die Pappe berührt, rutscht er samt Pappe zur Seite weg, ich kippe nach vorn und knalle mit dem Kopf an die Kante eines ziemlich grossen Eisenteils. Himmel, was rummste das. Schmerz verspürte ich nicht, aber das Geräusch, wenn menschlicher Kopf gegen Eisen prallt… Etwas oberhalb der Stirn hat´s mich erwischt. Ich denke noch, das gibt nicht nur ´ne Beule, da läuft es auch schon von der Stirn über die Nasenspitze und tropft in die Ölwanne. Es blutet wie wahnsinnig. Kollegin Gaby reicht mir ein Tempotaschentuch, dann noch eins. Ich verziehe mich erstmal auf die Toilette um nachzusehen, während Gaby unseren Schichtführer holt. Mittlerweile habe ich trotz Tempo die Ölwanne, den Fussboden und mein neues T-Shirt vollgetropft.
Im Toilettenraum nehme ich das Taschentuch von der Wunde, da läuft es schon wieder. Zwei kleine Platzwunden erkenne ich. Sofort drücke ich mir mit der linken Hand ein Papiertuch auf die Stirn, während Gaby an die Tür klopft. André ist mit dabei. Ob er einen Krankenwagen rufen soll? Nein, sage ich. Mir ist nicht schlecht, mir ist nicht schwindlig. Aber ich würde zittern, sagt André. Das habe ich gar nicht gemerkt.
Wir gehen in den Pausenraum ans Fenster und ich setze mich. Gaby schaut nach und meint, es hörte schon auf zu bluten. Also beibe ich erstmal ein Virtelstündnchen sitzen. André leistet mir Gesellschaft.
Später gehe ich wieder an meine Arbeit. Es tut kaum weh, und solange ich mich nicht grossartig bücke, geht es mir gut.
Daheim habe ich mir das Ganze erstmal im Badezimmerspiegel angesehen. Oder besser versucht, es anzusehen. So sehr kann ich meine Augen auch nicht verdrehen. Also hole ich meinen Fotoapparat, stelle Super-Makro ein und mache Bilder. Später auf dem PC-Bildschirm in groß sieht es doch recht lecker aus. Aber ich verzichte darauf, die Fotos hier zu posten….
Nun, norddeutsche Dickschädel halten einiges aus, und morgen sieht die Welt auch gleich wieder freundlicher aus.
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